Kategorie: Bündnisse

  • Jahrestagung Deutscher Ethikrat | 17. Juni 2026, Weimar

    Demokratie schützen – Demokratie stärken

    Freiheit, Gleichberechtigung und Partizipation: Demokratie prägt, wie wir leben, welchen Zugang wir zu Bildung haben und welche Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe bestehen. Gleichzeitig scheint sie vielerorts in die Defensive geraten zu sein. Politische Ränder, die das demokratische Modell grundsätzlich infrage stellen, erstarken. Demokratien stehen weltweit zunehmend unter Druck – auch die deutsche Demokratie. Gezielte Versuche der Einflussnahme von außen spielen dabei ebenso eine Rolle wie innere Bedrohungen durch gesellschaftliche Polarisierung und den Vertrauensverlust in demokratische Institutionen und Verfahren. Vor diesem Hintergrund stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage: Was können wir tun, um unsere Demokratie zu bewahren? Auf seiner Jahrestagung am 17. Juni 2026 in Weimar unter dem Titel „Demokratie schützen – Demokratie stärken“ fragt der Deutsche Ethikrat nach den Voraussetzungen und normativen Grundlagen einer gelingenden Demokratie. Ort und Datum verdichten dabei bereits historische Erfahrungen der Demokratiegeschichte: Der 17. Juni verweist auf den Volksaufstand in der ehemaligen DDR und die deutsche Einheit, Weimar auf den Beginn parlamentarischer Demokratie in Deutschland ebenso wie auf ihr Scheitern. Beides, Ort und Datum, markieren die Ambivalenz und Verletzlichkeit demokratischer Ordnungen.

    https://www.ethikrat.org/veranstaltungen/tagungen/demokratie-schuetzen-demokratie-staerken/

  • „Fake History? Geschichtsmythen unter der Lupe“ | 21. Mai-15. Juni 2026, in vier Thüringer Städten

    https://www.geschichte-statt-mythen.de/veranstaltungen/mythen_veranstaltungsreihe_fake_history

     

    Die Veranstaltungsreihe widmet sich an vier Orten je einem Geschichtsmythos mit lokalem Bezug, der von Akteur:innen der Neuen Rechten genutzt wird, um aus der Vergangenheit vermeintliche Legitimation für ihre heutige politische Agenda zu gewinnen. Die Veranstaltungen finden bewusst in Orten jenseits der Thüringer Universitätsstädte statt, um insbesondere mit dem außerakademischen Publikum ins Gespräch zu kommen. Die Reihe wird gemeinsam von hist4dem, Geschichte statt Mythen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltet. Einzelne Veranstaltungen können auch per Livestream digital besucht werden.

  • Ausstellung „Thüringen – Land der offenen Heimaten“ | 5.-28. Mai 2026, Erfurt

    Kultur und Landschaft, Brauch und Tracht, Musik und Theater, Handwerk und Industrie – Thüringen hat seit Jahrhunderten von kulturellen Einflüssen und Zugewanderten aus aller Herren Länder profitiert. Heimat war daher nie ein homogenes, abgeschlossenes System einer eng definierten Gruppe „immer schon Dagewesener“. Und auch in Zukunft wird Thüringen nur lebenswert, attraktiv und produktiv bleiben, wenn sich das Land offen zeigt für auswärtige Einflüsse, Ideen und Menschen. Die vom Heimatbund Thüringen e.V. in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und hist4dem präsentierte Ausstellung gewährt vielfältige Einblicke in die Geschichte und Gegenwart eines weltoffenen Heimatverständnisses.

    https://offenearbeiterfurt.de/ausstellung-in-der-michaeliskirche/

  • Geschichtsmythen auf dem Prüfstand

    Geschichtsmythen begegnen uns sowohl im Alltag als auch im politischen Diskurs – häufig mit großer Wirkung. Besonders in aktuellen Debatten werden sie gezielt genutzt, um rechte und rechtsextreme Positionen zu stützen und als vermeintliche „historische Wahrheiten“ darzustellen. Die Vortragsreihe „Geschichtsmythen auf dem Prüfstand“, organisiert von Historians for Democracy, setzt diesen vereinfachenden und instrumentalisierenden Deutungen eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Perspektive entgegen. Ziel ist es, die Entstehung, Funktion und Wirkung solcher Mythen kritisch zu beleuchten und historische Komplexität sichtbar zu machen. Anhand konkreter Beispiele – etwa zu Sklaverei, „Rasse“, Wikingern oder Germanen – zeigen die Beiträge, wie Geschichte vereinfacht, verzerrt und politisch genutzt wird, und eröffnen zugleich Raum für Diskussion und kritische Reflexion.

    https://www.hsozkult.de/event/id/event-161302

  • Initiative Demokratische Wissenschaft

    Zitat von der Webseite der „Initiative Demokratische Wissenschaft“:

    „Die Initiative Demokratische Wissenschaft wurde im Herbst 2025 gegründet und wird von einem Netzwerk zivilgesellschaftlicher und akademischer Organisationen getragen. Sie reagiert auf ein Klima zunehmender Angriffe auf Wissenschaft und Lehre und die Gefahr wissenschaftsfeindlicher Tendenzen in den Landes- und Bundesregierungen.
    Ziel der Initiative Demokratische Wissenschaft [WissDem] ist es, wissenschaftliche Einrichtungen, Netzwerke und Fachgesellschaften zu befähigen, Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit und die Hochschulautonomie frühzeitig zu erkennen, und autoritären und antidemokratischen Angriffen auf Institutionen, Forschende und Lehrende zu begegnen.
    Wir unterstützen dabei, präventiv effektive Resilienzstrategien zu entwickeln und solidarische akademische Netzwerke aufzubauen.
    WissDem arbeitet mit Informationswebinaren, Handreichungen, Szenarienworkshops und strategischer Vernetzung. In Kooperation mit zivilgesellschaftlichen, universitären und außer-universitären Partner*innen werden Angebote zur Stärkung juristischer, kommunikativer und strategischer Kompetenzen gemacht, die insbesondere Hochschulleitungen, Wissenschaftler*innen, Verwaltungspersonal, Fachgesellschaften, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsbeauftragte adressieren.
    Kooperationspartner*innen:
    Frag den Staat (Open Knowledge Foundation e.V.), Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), Allianz für Kritische und Solidarische Wissenschaft (KriSol), Netzwerk Nachhaltige
    Wissenschaft, Rat für Migration (RfM), Verfassungsblog, Verwaltung für Demokratie e.V.

    Lenkungsgruppe: Prof. Dr. Julia Eckert, Dr. Dörthe Engelcke, Dr. Anne Gräfe, Prof. Dr. Sabine Hark, Prof. Dr. Ralf Michaels, Zoe Claire Miller, Prof. Dr. Juliane Karakayali, Gisela Romain, Dr. llyas Saliba, Prof. Dr. Vassilis Tsianos, Prof. Dr. Margarita Tsomou
    Kontakt: Daphne Büllesbach (Leitung) daphne.buellesbach@wissdem.org und Lilian Mauthofer (Koordination) lilian.mauthofer@wissdem.org“

    Hist4Dem begrüßt die „Initiative Demokratische Wissenschaft“ und weist auf die Gemeinsamkeiten unserer Programmatik hin. Zum Thema „Neutralitätsgebot“ siehe unsere Position unter „Hot Topics“ auf dieser Webseite.