
Category: Aktionen
-
Umkämpfte Demokratie: Historische und interdisziplinäre Perspektiven

Tagung am 20./21. November 2026 an der Universität Erfurt. Anmeldung bis zum 6. November 2026 per E-Mail an tagung.demokratie@uni-erfurt.de
Ort: Forschungsbau “Weltbeziehungen”, Raum C19.00.02_3
-
Jahrestagung Deutscher Ethikrat | 17. Juni 2026, Weimar
Demokratie schützen – Demokratie stärken
Freiheit, Gleichberechtigung und Partizipation: Demokratie prägt, wie wir leben, welchen Zugang wir zu Bildung haben und welche Möglichkeiten der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe bestehen. Gleichzeitig scheint sie vielerorts in die Defensive geraten zu sein. Politische Ränder, die das demokratische Modell grundsätzlich infrage stellen, erstarken. Demokratien stehen weltweit zunehmend unter Druck – auch die deutsche Demokratie. Gezielte Versuche der Einflussnahme von außen spielen dabei ebenso eine Rolle wie innere Bedrohungen durch gesellschaftliche Polarisierung und den Vertrauensverlust in demokratische Institutionen und Verfahren. Vor diesem Hintergrund stellt sich mit neuer Dringlichkeit die Frage: Was können wir tun, um unsere Demokratie zu bewahren? Auf seiner Jahrestagung am 17. Juni 2026 in Weimar unter dem Titel „Demokratie schützen – Demokratie stärken“ fragt der Deutsche Ethikrat nach den Voraussetzungen und normativen Grundlagen einer gelingenden Demokratie. Ort und Datum verdichten dabei bereits historische Erfahrungen der Demokratiegeschichte: Der 17. Juni verweist auf den Volksaufstand in der ehemaligen DDR und die deutsche Einheit, Weimar auf den Beginn parlamentarischer Demokratie in Deutschland ebenso wie auf ihr Scheitern. Beides, Ort und Datum, markieren die Ambivalenz und Verletzlichkeit demokratischer Ordnungen.
https://www.ethikrat.org/veranstaltungen/tagungen/demokratie-schuetzen-demokratie-staerken/
-
Seminarkurs “Gefährliche Geschichtsmythen. Entstehung, Entwicklung und aktuelle Relevanz” | 27. Mai 2026, Eisenach
Referent: Michael Weise, VHS Wartburgkreis, Schmelzerstraße 19, 99817 Eisenach
Im Kurs werden Geschichtsmythen aus historisch-kritischer Perspektive analysiert und zur modernen Gegenwartsorientierung gedeutet. Das Angebot soll anhand ausgewählter Beispiele wie dem antisemitischen Mythos von der jüdischen Weltverschwörung, der Dolchstoßlegende und dem Konstrukt der Konservativen Revolution nachzeichnen, wann unter welchen Voraussetzungen wirkmächtige Geschichtsmythen entstehen können, wer für den Erfolg ihrer Verbreitung verantwortlich ist und wie man diesen didaktisch entgegentreten kann.
-
“Fake History? Geschichtsmythen unter der Lupe” | 21. Mai-15. Juni 2026, in vier Thüringer Städten
https://www.geschichte-statt-mythen.de/veranstaltungen/mythen_veranstaltungsreihe_fake_history
Die Veranstaltungsreihe widmet sich an vier Orten je einem Geschichtsmythos mit lokalem Bezug, der von Akteur:innen der Neuen Rechten genutzt wird, um aus der Vergangenheit vermeintliche Legitimation für ihre heutige politische Agenda zu gewinnen. Die Veranstaltungen finden bewusst in Orten jenseits der Thüringer Universitätsstädte statt, um insbesondere mit dem außerakademischen Publikum ins Gespräch zu kommen. Die Reihe wird gemeinsam von hist4dem, Geschichte statt Mythen und der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen veranstaltet. Einzelne Veranstaltungen können auch per Livestream digital besucht werden.
-
Ausstellung “Thüringen – Land der offenen Heimaten” | 5.-28. Mai 2026, Erfurt
Kultur und Landschaft, Brauch und Tracht, Musik und Theater, Handwerk und Industrie – Thüringen hat seit Jahrhunderten von kulturellen Einflüssen und Zugewanderten aus aller Herren Länder profitiert. Heimat war daher nie ein homogenes, abgeschlossenes System einer eng definierten Gruppe „immer schon Dagewesener“. Und auch in Zukunft wird Thüringen nur lebenswert, attraktiv und produktiv bleiben, wenn sich das Land offen zeigt für auswärtige Einflüsse, Ideen und Menschen. Die vom Heimatbund Thüringen e.V. in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und hist4dem präsentierte Ausstellung gewährt vielfältige Einblicke in die Geschichte und Gegenwart eines weltoffenen Heimatverständnisses.
https://offenearbeiterfurt.de/ausstellung-in-der-michaeliskirche/
-
Geschichtsmythen auf dem Prüfstand
Geschichtsmythen begegnen uns sowohl im Alltag als auch im politischen Diskurs – häufig mit großer Wirkung. Besonders in aktuellen Debatten werden sie gezielt genutzt, um rechte und rechtsextreme Positionen zu stützen und als vermeintliche „historische Wahrheiten” darzustellen. Die Vortragsreihe „Geschichtsmythen auf dem Prüfstand”, organisiert von Historians for Democracy, setzt diesen vereinfachenden und instrumentalisierenden Deutungen eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Perspektive entgegen. Ziel ist es, die Entstehung, Funktion und Wirkung solcher Mythen kritisch zu beleuchten und historische Komplexität sichtbar zu machen. Anhand konkreter Beispiele – etwa zu Sklaverei, „Rasse”, Wikingern oder Germanen – zeigen die Beiträge, wie Geschichte vereinfacht, verzerrt und politisch genutzt wird, und eröffnen zugleich Raum für Diskussion und kritische Reflexion.
-
EVZ Histoday. For Democracy, Facts and Dignity
To mark its 25th anniversary, the EVZ Foundation invites you to EVZ Histoday in Berlin. Under the motto “NO TIME TO FORGET” this history festival brings together international participants to explore key questions of remembrance culture, democracy, and historical-political responsibility. EVZ Histoday represents a vibrant and multifaceted exploration of historical themes in the context of National Socialism.
The event begins on May 7, 2026, at 6:00 p.m. with an evening program followed by a reception featuring live music. Optional city tours will be offered on the same day, providing additional insights into Berlin’s history. On May 8, 2026, the program will continue throughout the day. It is based on a diverse range of submissions, many of which are shaped by the participants themselves.
